Anne

Anne beteiligt sich an der Machbarkeitsstudie.

Vor 25 Jahren bekam ich zum ersten Mal Rückenschmerzen. Mir wurde gesagt, es sei eine Muskelzerrung im Lendenwirbelbereich. Aber leider erhielt ich diese Diagnose nicht gleich. Ich probierte es mit Physiotherapie, Chiropraktik und Akupunktur, und obwohl diese Behandlungsmethoden halfen, wurde ich die Schmerzen nicht völlig los. Mein tägliches Leben gestaltete sich nur etwas erträglicher.

Aber die Schmerzen führten schließlich dazu, dass selbst einfache Dinge für mich kompliziert wurden. Um morgens mein Bett zu machen, musste ich auf meinen Knien um das Bett herumrutschen. Ich konnte nicht mehr am Waschbecken stehen, um mein Gesicht zu waschen; Ich konnte nicht mehr staubsaugen; Ich konnte den Boden nicht mehr fegen. Im Büro tat mir der Rücken sogar bei der Ablage weh, und ich konnte mich danach nicht wieder gerade aufrichten.

Schließlich wollte ich alles vermeiden, was die Schmerzen verschlimmern würde. Es war leichter, im Stuhl zu sitzen und nichts zu tun. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran, keinen Sport zu treiben, nicht spazierenzugehen, gar nichts zu tun, aber damit begann für mich eine Phase der Depression. Ich fühlte mich wie ein Klotz am Bein meines Mannes und meiner Arbeitskollegen. So wollte ich nicht leben. Im Büro und zu Hause wollte ich Teil eines Teams sein. Ich wollte aktiv teilnehmen.

Vor zwei Jahren sah ich dann eine Anzeige über eine Studie in einem nahe gelegenen Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich alles versucht und war die Schmerzen nicht los geworden. Daher bewarb ich mich um eine Teilnahme an der Studie, und nach einigen Untersuchungen wurde meine Bewerbung angenommen. Für die Studie wurde ein kleines Gerät in meinen Lendenwirbelbereich eingesetzt, dessen elektrische Kontakte auf meine Muskeln trafen, um diese Muskeln anzuregen. Die Muskeln hatten – so die Theorie – ihre Funktion „vergessen“ und sollten mithilfe des Geräts wieder in Bewegung gebracht werden und mich hoffentlich so von den Schmerzen befreien.

Eine Woche nach der Implantation wurde der Sitz des Gerätes überprüft, und ich begann, es zweimal täglich 20 Minuten lang zu benutzen. In dieser Zeit stimulierte es meine Rückenmuskulatur. Die Handhabung war denkbar einfach. Ich musste mich nur mit einem Kissen unter dem Bauch aufs Bett legen, das Gerät anstellen und ruhig liegen.

Am Anfang war es etwas unangenehm, aber ich gewöhnte mich daran. Und im Verlauf einiger Monate stellte ich eine schrittweise Besserung meines Rückens fest.

Ich habe das Gerät jetzt seit zwei Jahren und benutze es seit einiger Zeit nicht mehr täglich, da meine Rückenschmerzen sehr abgeklungen sind. Vor meiner Teilnahme an der Studie bewertete ich meine Schmerzen mit 7 oder 8 auf einer Skala von 0 bis 10. Mittlerweile sind sie auf 0.

Für mich ist das ein enormer Unterschied. Vorher litt ich aufgrund meiner Rückenschmerzen unter Depressionen und saß einfach nur im Sessel. Jetzt kann ich wieder mein Leben leben! Mein Selbstvertrauen ist zurückgekommen. Ich bin jetzt Mitglied in einem Fitnessstudio und habe 22 kg abgespeckt. Aber die Hauptsache ist, dass ich wieder meinen alltäglichen Aufgaben nachgehen kann, ohne darüber nachdenken zu müssen. Das scheint nicht viel zu sein, aber für mich bedeutet es einen wahnsinnigen Unterschied.