Rosa

Rosa beteiligt sich an der Machbarkeitsstudie.

Mein Rücken begann vor fünf Jahren wehzutun, nachdem ich auf einer Abdeckfolie ausgerutscht war. Ich fühlte, wie meine Beine in die eine Richtung rutschten und mein Oberkörper in die andere fiel. Mit der Zeit erholte ich mich etwas, hatte aber immer starke Schmerzen, die nicht abklangen. Der Arzt, den ich aufsuchte, verordnete Physiotherapie, aber meine Schmerzen gingen nicht weg. Ich musste meine Arbeit als Politesse aufgegeben, die mir sehr viel bedeutete, und begann als Beraterin in einer Klinik für seelische Gesundheit zu arbeiten.

Schließlich konnte ich mich kaum noch bewegen. Die Rückenschmerzen hörten nicht auf, und ich merkte, wie ich lieber auf dem Sofa saß oder im Bett lag, statt das Notwendige zu tun. Der 20-minütige Gang zur Bushaltestelle dauerte manchmal eineinhalb Stunden, weil meine Beine mich im Stich ließen. Einmal versagten mir meine Beine bei der Arbeit, und ich konnte nicht mehr aufrecht stehen. Die Schmerzen waren so unerträglich, dass ich kaum sitzen oder liegen konnte. Ich begann immer mehr und stärkere Schmerzmittel einzunehmen, bis mir schließlich übel und schwindelig war. Mit der Zeit bewegte ich mich gar nicht mehr und nahm etwa 18 kg zu.

Ich vermisste meinen aktiven und abenteuerlustigen Lebensstil mit Jogging, Fallschirmsprüngen, schnellen Autos und wagemutigen Heimwerkerprojekten. Ich dachte, ich sei unbesiegbar. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, den Rest meines Lebens so zu verbringen.

Dann hörte ich vor etwa zwei Jahren von einer klinischen Studie an einem Krankenhaus am Ort für Menschen mit Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Ich rief an, und nach einer Reihe von Terminen und Untersuchungen lud man mich zur Teilnahme ein.

Die Einpflanzung der Kontakte und des Gerätes dauerte nicht lange, und eine Woche nach der Operation begann ich, das Gerät zweimal pro Tag je 20 Minuten zu verwenden. Ich gewöhnte mich schnell an die während der Behandlung auftretenden starken Muskelkontraktionen in meinem Rücken.

Bereits nach einigen Wochen fühlte ich den Unterschied. Die Schmerzen nahmen allmählich ab. Ich konnte mehr unternehmen und die Schmerzmittel absetzen.

Heute - zwei Jahre nach Behandlungsbeginn - ist mein Rücken sehr viel besser. Die Schmerzen bewegten sich am oberen Ende der Skala von 0 bis 10, und jetzt verharren sie ziemlich stabil auf etwa 1 bis 2. Ich kann die meiste Haus- und Gartenarbeit selbst erledigen. Ich genieße Spaziergänge mit meinem Hund Kira, und ich ging sogar Quadfahren mit Freunden. Bei der Arbeit mache ich wieder Überstunden, aber ich liebe meine Arbeit, da ich mit Menschen zu tun habe. Ich muss nur die Zeit finden, mehr Sport zu treiben und mein Gewicht zu reduzieren, sodass ich meinen alten Lebensstil wieder aufnehmen kann. Ich möchte mich wieder unbesiegbar fühlen.

Das Schönste ist für mich, dass ich nicht mehr von meinem Mann, meiner Tochter, Nachbarn und Kollegen abhängig bin, die praktisch alles für mich tun. Es macht wirklich Spaß, „von der Kette“ gelassen zu werden.